Albustin und Güleryüz glänzen mit 5 km-Westfalenrekorden
04.11.2026 | Beim Wittener Abendlauf dominierte die LG Brillux die 5 km. Neue Westfalenrekorde stellten Jonathan Albustin (U18 / 14:41 min) und Fazile Güleryüz (W14 / 17:36 min) auf.

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Fazile Güleryüz (links) unterbot die Westfalenrekorde der W14/W15. Auch Bruder Aslan (mitte) überzeugte beim Comeback.
Rot war in den frühen Abendstunden des 31. Oktobers die prägende Farbe am Kemnader See: Beim Wittener Abendlauf, traditionell ein Höhepunkt der Herbst-Straßenläufe, belegte das Mittelstrecken-Team der LG Brillux sowohl in der weiblichen wie auch der männlichen 5 km-Konkurrenz die Plätze eins bis vier. Für die herausragenden Resultate sorgte dabei der Nachwuchs: U18-Ass Jonathan Albustin knackte auf einen Streich den U18- wie auch den U20-Westfalenrekord, die 13-jährige Fazile Güleryüz verblüffte mit neuen Bestmarke für die W14/W15.
Jonathan Albustin unterbietet drei Rekord-Marken
Weit vor dem Rest des Feldes zog Jontathan Albustin am Ufer des Kemnader Sees seine Kreise. In 14:41 min durcheilte er den schnellen Kurs und unterbot damit nicht nur den Streckenrekord, sondern auch zwei regionale Bestmarken: den U18-Westfalenrekord von Timm Fiete (LC Paderborn / 14:53 min) sowie den U20-Westfalenrekord von Silas Zahlten (14:45 min). In der deutschen Bestenliste des Jahres 2026 grüßt der 17-Jährige gleichsam von der Spitze.
„Jonathan hat 2026 eine beeindruckende Gesamtbilanz erzielt, vor allem in der Bandbreite seiner Leistungen von 1500 m bis 10 km“, würdigte Trainer Jörg Riethues den jüngsten Coup seinen Schützlings, der im Verlauf des Jahres 2026 u.a. fünf Westfalenrekorde aufgestellt hat.
„Jonathan hat 2026 eine beeindruckende Gesamtbilanz erzielt, vor allem in der Bandbreite seiner Leistungen von 1500 m bis 10 km.“ (Jörg Riethues)
Für Albustin war es ein perfektes Wochenende: Zum 01. November wurde er in den Bundeskader NK-1 berufen, den höchsten Nachwuchskader des DLV.
Hinter Jonathan Albustin erfreute bei seinem Wettkampf-Comeback nach langer verletzungsbedingter Abstinenz Aslan Güleryüz: Der mit 16 Jahren immer noch sehr junge Läufer stellte in 15:43 min eine neue PB auf. Kann er seinen Bewegungsapparat stabilisieren, hat er in den kommenden Jahren sehr gute Perseptiven.
Mit Eugene Koch (15:52 min / PB / Platz drei), Jens Kassebeer (15:53 min / Platz vier), Samuel Albustin (16:02 min / PB / Platz fünf), Oliver Qiu (16:13 / PB / Platz acht) und Tom Wißmann (16:43 / PB / Platz zehn) platzierten sich fünf weitere Rothemden in den Top 10.

Jonathan Albustin, hier bei der Straßen-DM im Frühjahr, jagt weiterhin Rekorde.
Fazile Güleryüz auf den Spuren der Geschwister
Aus der Lauf-Familie Güleryüz schiebt sich mit der 13-jährigen Fazile ein weiteres Top-Talent in den Vordergrund: Am Kemnader See verblüffte sie mit einer enormen Steigerung auf 17:36 min, womit Fazile Güleryüz nicht nur den W14-Westfalenrekord (bisher: Pauline Meyer, Westfalia Epe / 18:12 min), sondern auch die bisherige W15-Bestmarke von Mareen Jasper (17:50 min) recht deutlich unterbot. „Fazile hat diese Leistung durch altersgerecht dosiertes Training erzielt. Das gilt es zu betonen, vor allem beim Blick auf die Intensitäten oder Umfänge anderer junger Läuferinnen“, ordnete Jörg Riethues die Leistung ein.
Wie hochwertig die Zeit ist, zeigt ein Blick in die Statistiken: In der „ewigen“ deutschen Bestenliste waren erst sieben W14-Läuferinnen schneller. In der aktuellen deutschen Jahresbestenliste ist Fazile zur klaren Nummer eins der W14 und zur Nummer zwei der W15 aufgestiegen.
„Fazile hat diese Leistung durch altersgerecht dosiertes Training erzielt.“ (Jörg Riethues)
Den arrivierten Teamkameradinnen der LG Brillux um Witten-Gesamtsiegerin Nina Bergerfurth (17:14 min), Leonie Kruse (17:16 min) und Anna Kamp (17:26 min) kam Fazile Güleryüz schon recht nahe.
Gesamtsiegerin Nina Bergerfurth läuft Straßen-PB
Im Vollbesitz ihrer Kräfte hätte Nina Bergerfurth den Laufsieg am Kemnader See wohl noch deutlicher gestalten können. „Ich konnte in der Woche vor dem Rennen aufgrund von Magenproblemen nicht 100-prozentig trainieren und auch vor dem Lauf habe ich mich nicht super gut gefühlt – vielleicht war letzteres aber auch nur die Aufregung“, sagt Bergerfurth, die zum Ende ihres ersten Jahres im Trikot der LG Brillux starke Form zeigt und so trotz der beschriebenen Reserven eine klare neue Straßen-PB erzielte.
„Der Lauf hat richtig Spaß gemacht. Ich bin lange mit Anna Kamp gelaufen und habe dann auf dem letzten Kilometer gemerkt, dass ich noch etwas Energie übrig habe; ich konnte dann ein wenig anziehen.“ (Nina Bergerfurth)
Entsprechend zufrieden fiel ihre Gesamtbetrachtung aus: „Der Lauf hat richtig Spaß gemacht. Ich bin lange mit Anna Kamp gelaufen und habe dann auf dem letzten Kilometer gemerkt, dass ich noch etwas Energie übrig habe; ich konnte dann ein wenig anziehen. Alles in allem bin ich deshalb sehr zufrieden.“
Zufrieden kann die 20-Jährige auch mit ihrer Jahresbilanz sein: Auf allen Bahn- und Straßendistanzen von den 1500 m aufwärts hat Nina Bergerfurth neue Bestzeiten erzielt, die Palette reicht von 4:31,99 min auf den 1500 m über 17:05,78 min auf den 5000 m hin zu 36:07 min auf den 10 km.
Erwähnenswerte Leistungen boten in Witten auch Mia Bonekamp (U20 / 18:16 min) und Hayriye Güleryüz (W15 / 18:20 min).
