Hallen-DM: Herden holt Silber, Sietmann starker Vierter
05.03.2026 | Luka Herden hat bei den deutschen Hallenmeisterschaften die Silbermedaille gewonnen. Top 8-Platzierungen erzielten auch Marco Sietmann, Viola John, Kerstin Schulze Kalthoff, Nele Heymann und Tabea Christ.

Sponsor

Luka Herden landet bei 7,78 m – das ist Silber wert. © Foto: Beautiful Sports/Axel Kohring
Hochklassige Leistungen, spannende Entscheidungen und kurzweilige Unterhaltung boten Deutschlands beste Leichtathletinnen und Leichtathleten bei der Hallen-DM 2026. Bis zu 4.000 Zuschauer:innen dankten es den Aktiven mit einer stimmungsvollen Atmosphäre, die Kulisse spornte auch das 13-köpfige Team der LG Brillux an. Mit einer Silber-Medaille und fünf Top 8-Platzierungen gelang eine gute Bilanz.
Weitsprung (M): Luka Herden holt Silber
Die erhoffte Medaille schnappte sich im Männer-Weitsprung Luka Herden: Mit einem Flug auf 7,78 m behielt er um Nuancen die Oberhand gegenüber Simon Brucha (Germania Überruhr / ebenfalls 7,78 m) und Simon Plitzko (TSG Bergedorf / 7,75 m). Kein Kraut gewachsen war gegen Simon Batz (MTG Mannheim), der mit 8,09 m begeisterte.
„Die Deutschen waren der zweitbeste Hallenwettkampf ever, ich kann dann also doch ganz zufrieden sein.“ (Luka Herden)
Die Freude über Silber musste bei Luka Herden zunächst reifen: „Ich habe keinen Sprung perfekt getroffen, deswegen war ich im ersten Moment noch enttäuscht. Das hat sich im Verlauf des Wochenendes relativiert: Selbst wenn ich das Brett genau getroffen hätte, wäre eine Weite von 7,90 m–8,00 m drin gewesen – das hätte so oder so nicht für Simon gereicht“, gibt der 26-Jährige Einblick in seine Gedanken.
Fakt ist zudem: Weiter als 7,78 m ist Luka Herden erst einmal in seiner Karriere gesprungen; die Erinnerungen an Gala-Tag von Gorzow (8,18 m) sind zwar noch sehr frisch, aber reproduzieren lassen sich derartige Ausnahmeleistungen nicht auf Knopfdruck. Entsprechend stellt Luka Herden fest: „Die Deutschen waren der zweitbeste Hallenwettkampf ever, ich kann dann also doch ganz zufrieden sein.“
Zweitbeste 60 m-Zeit der Karriere (6,77 s)
Hoffnung auf Mehr hatte am frühen Samstagnachmittag der 60 m-Vorlauf geweckt: In 6,77 s kam Herden bis auf eine Hundertstel an seine PB heran, womit er sich selbst verblüffte. „Ohne Training und eigentlich nur als Vorbelastung gedacht, kam das echt überraschend. Ich hätte gerne ergründet, was noch möglich gewesen wäre“, sagt Luka Herden, der aufgrund der zeitlichen Überschneidung mit dem Weitsprung von einem Halbfinal-Start absah.
„Ohne Training und eigentlich nur als Vorbelastung gedacht, kam das echt überraschend. Ich hätte gerne ergründet, was noch möglich gewesen wäre.“ (Luka Herden)
Die herausragenden Geschwindigkeitswerte sind indes nur ein Teil der komplexen Disziplin Weitsprung und dass Herden wahlweise zu weit weg vom Brett war oder zu nah dran, taugt nicht als Quelle des Haderns, sondern beschreibt ein unvollständiges Puzzle.
Die Puzzleteile zusammenfügen könnte Luka beim zweiten Indoor-Großereignis: Vom 20.–22. März nimmt er an den Hallen-Weltmeisterschaften im polnischen Torun teil.
1500 m (M): Marco Sietmann belegt Platz vier
Die ausgezeichnete Form Marco Sietmanns war im Vorfeld der DM offensichtlich. Dennoch ist der jetzt erzielte vierte Platz in neuer 1500 m-PB (3:43,25 min) mehr als man erwarten konnte – noch vor Olympia-Teilnehmer Karl Bebendorf (Dresdner SC / 3:43,90 min) erreichte ein völlig ausgepumpter Marco Sietmann das Ziel. Der 23-Jährige selbst erlebte die finale Crunchtime wie folgt: „Nach 800 m in 1:56 min war mir klar, dass es richtig gut werden kann, wenn ich es schaffe mich ordentlich zu quälen. An die letzten Runden kann ich mich faktisch nicht erinnern – es hat gut funktioniert, den Kopf auszuschalten.“
„An die letzten Runden kann ich mich faktisch nicht erinnern – es hat gut funktioniert, den Kopf auszuschalten.“ (Marco Sietmann)
Angereist als Nummer zehn der Meldeliste, zeigte Marco Sietmann in der Helmut-Körnig-Halle einen konzentrierten Vorlauf und ein präsentes, leidenschaftliches Finale. Auf Bronze (Marvin Heinrich, Eintracht Frankfurt / 3:41,46 min) fehlten ihm lediglich acht Zehntelsekunden.
Als Grundstein des Erfolgs benennt er die über Monate perfekt ausgesteuerte Vorbereitung: „Das Training scheint in Monte Gordo und im Anschluss in Münster richtig gut angeschlagen zu haben. Gut gemacht, Robert!“, richtete Marco ein Dankeschön an Trainier Robert Welp. Auch die Statistik untermauert diesen Befund: Als einziger Final-Teilnehmer lief Marco Sietmann Bestzeit – zur rechten Zeit brachte er seine stärkste Leistung auf die Bahn.
60 m (F): Viola John zieht erstmals in Aktiven-Finale ein
Für das beste Sprint-Ergebnis sorgte Viola John: Erstmals zog sie bei einer Aktiven-DM ins Finale ein, hier belegte sie Platz sieben (7,38 s). Deutlich schneller unterwegs war die 22-Jährige im Halbfinale: In 7,33 s trumpfte sie mit der viertbesten Zeit des Feldes aus – Beleg für ihr in diesem Jahr klar verbessertes Leistungsniveau. „Ich freue mich, dass ich es bis ins Finale geschafft habe. Etwas schade ist es zwar, dass ich die Zeit aus dem Halbfinale nicht nochmal ankratzen konnte, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind“, bilanzierte Viola John ihre DM-Rennen unterm Strich zufrieden.
„Etwas schade ist es zwar, dass ich die Zeit aus dem Halbfinale nicht nochmal ankratzen konnte, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind.“ (Viola John)
Die Medaillen gingen an Philina Schwartz (Berlin Athletics / 7,18 s), Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim / 7,21 s) und Jolina Ernst (TV Wattenscheid / 7,24 s). Beim Blick in die Zukunft ist Viola John ihrerseits eine Kandidatin für Edelmetall, das zeigt auch ihre Ende Januar erzielte persönliche Bestzeit (7,28 s).
Tabea Christ erfreut mit starkem Doppel
Dass sie nicht nur eine starke Weitspringerin, sondern auch eine ernst zu nehmende Sprinterin ist, demonstrierte in Dortmund erneut Tabea Christ: In tollen 7,44 s (PB) zog sie auf den 60 m ins Halbfinale ein. „Ich bin ein großer Fan davon Möglichkeiten dankbar anzunehmen, um sie, wenn nicht als Chance zur Verbesserung, zumindest als wertvolle Erfahrung zu nutzen“, erklärt Tabea Christ die Entscheidung zugunsten einer enormen Gesamtbelastung und damit für das Halbfinal-Rennen am Tag vor dem Weitsprung. Selbst wenn sie nach schwacher Reaktionszeit in 7,59 s klar hinter dem Vorlauf zurückblieb, setzte Tabea einen starken Schlusspunkt unter eine Saison, in deren Verlauf sie ihre 60 m-PB dreimal steigern konnte.
Nervenaufreibender Weitsprung mündet in Platz 8
Auf die Sprint-Ouvertüre folgte tags darauf ein Weitsprung-Wettkampf, den Tabea Christ in dieser Form nicht mehr gewohnt ist: „Ich war in der lange nicht mehr erlebten Situation, schmerzfrei in den Wettkampf zu gehen“, verweist die 27-Jährige auf das hohe Gut der Gesundheit. Auch abgesehen davon war bei der DM vieles anders als sonst, denn der neue Wettkampf-Modus, den man als eine Art Knockout-Light-Format beschreiben kann, gestalte sich aufregend.
„Ich bin stolz, dass ich vor dem vierten Sprung dem Druck standgehalten und mich mit 6,22 m in die fünfte Runde gerettet habe.“ (Tabea Christ)
Nach einem weiten, aber ungültigen ersten und einem soliden zweiten Versuch (6,11 m) fand sie sich auf den vom frühen Knockout gefährdeten Plätzen wider. „Der neue internationale Modus hat mich immerhin vor dem Ausscheiden nach drei Versuchen gerettet, denn ich lag zu dem Zeitpunkt auf Platz 9. Nervenaufreibend war es dennoch“, so Tabea Christ, die ihren weitesten gültigen Sprung in einer großen Drucksituation zeigte: „Ich bin stolz, dass ich vor dem vierten Sprung dem Druck standgehalten und mich mit 6,22 m in die fünfte Runde gerettet habe“, rekapituliert sie.
Wehrmutstropfen blieb das Zentimeter-Spiel der Plätze vier (Lea Sophie Klik, Erdgas Chemnitz / 6,29 m) bis acht (Tabea Christ / 6,22 m), in dem die Athletin der LG Brillux das Nachsehen hatte. Die Vorzeige-Sportlerin schloss indes mit der für sie üblichen Reife: „So ist es einfach im Sport und das kann ich akzeptieren.“
Disziplingruppe Lauf: Top 8 für Schulze Kalthoff und Heymann
Starke Leistungen boten in der Disziplingruppe Lauf Kerstin Schulze Kalthoff (1500 m) und Nele Heymann (3000 m) an, wobei vor allem der siebte Platz von Hindernis-Spezialistin Schulze Kalthoff besonders wertvoll war. Einerseits verdient es stets Anerkennung, wenn eine „Quereinsteigerin“ die Spezalistinnen aufmischt, andererseits war Kerstin Schulze Kalthoff mit nur einem Saisonrennen und wenig Laufspezifik in den Beinen zur DM gereist – ansatzlos lieferte sie im Vorlauf wie im Finale Klasse-Leistungen, mit SB (4:24,43 min) belohnte sie sich selbst, auch für ihre mentale Stärke und analytische Hartnäckigkeit während des gesundheitlich schwierigen Monats Januar.
„Ein großer Dank geht an mein Team, das mir gezeigt hat, was wir mit drei Wochen Lauftraining erreichen können.“ (Kerstin Schulze Kalthoff)
„Ein großer Dank geht an mein Team, das mir gezeigt hat, was wir mit drei Wochen Lauftraining erreichen können. Erst die Quali in letzter Sekunde und dann zwei Rennen voller Freude und Selbstvertrauen“, kommentierte Kerstin Schulze Kalthoff überglücklich.
Die Weichen stellte die Mittelstrecklerin mit einem entschlossenen Vorlauf, den sie zusammen mit Lera Miller (VfL Löningen) an der Spitze prägte. Im engen Zehntel-Kampf um die sechs Final-Plätze setzte Kerstin ein Statement, auch für den eigenen Kopf: „Der Rennverlauf hat mir gezeigt, dass ich mich nicht verstecken brauche, sondern den Rennen meinem Stempel aufdrücken kann.“
Im 3000 m-Feld hielt Nele Heymann in der zweiten Gruppe gut mit und erreichte ihre persönliche Zielstellung: Mit neuer PB (9:21,61 min) belegte sie einen guten achten Platz. „Ich bin ganz zufrieden mit dem Rennen, denke aber, dass mich die Prüfungsphase im Vorfeld der DM mehr geschlaucht hat, als wir gedacht haben und ich deswegen nicht zu 100 Prozent fit war“, so Nele Heymann.
„Ich bin ganz zufrieden, denke aber, dass mich die Prüfungsphase im Vorfeld der DM mehr geschlaucht hat, als wir gedacht haben.“ (Nele Heymann)
Die Physik-Studentin der Uni Münster musste in der ersten Februar-Hälfte ein hohes Lern- und Prüfungspensum meistern – kein neuer Befund im Spitzensport und doch stets eine Beobachtung für den Hinterkopf: Top-Athletinnen wie Nele Heymann, die im letzten Sommer Platz vier bei der U23-Europameisterschaft belegte, müssen über weite Strecken des Jahres einen herausfordernden Spagat stemmen, wenn sie die duale Karriere erfolgreich gehen möchten.
Luis Heymann verkauft sich teuer
Neuzugang Luis Heymann, mit 19 Jahren einer der Jüngsten im 1500 m-Feld, verpasste in einem taktischen Vorlauf (3:52,68 min) um lediglich sechs Zehntelsekunden das Finale; zufrieden sein konnte er dennoch: „Es war eine großartige Erfahrung, bei den Deutschen Meisterschaften in so einem starken Feld starten zu dürfen. Auch wenn ich mein Ziel, den Finaleinzug, nicht erreichen konnte, nehme ich viele wertvolle Erkenntnisse mit und bin umso motivierter für die kommende Outdoor-Saison“, gab Heymann zu Protokoll.
Disziplingruppe Sprint: Medaillen-Chancen von Jan-Eric Frehe zerplatzen jäh
Fast wäre der Plan von Jan-Eric Frehe aufgegangen. Der zur Druck-Entlastung lancierte Doppel-Start über 60 und 200 m mündete in die antizipierte zweite Chance: Während es am Samstag auf den 60 m trotz SB (6,73 s) nicht für das Finale reichte, zog Frehe tags darauf mit Indoor-PB (21,35 s) souverän in die 200 m-Zeitendläufe ein und schickte sich in ZE eins an, eine starke Vorgabe im Fight um die Medaillen auf die Rundbahn zu brennen. „Ausgangs der ersten Kurve ist dann der Adduktor fest geworden. Ich habe versucht weiterzulaufen, aber der Muskel hat nur bedingt reagiert“, beschreibt der 22-Jährige seinen Lauf, den er nach 80 Metern beenden musste.
„Ausgangs der ersten Kurve ist dann der Adduktor fest geworden. Ich habe versucht weiterzulaufen, aber der Muskel hat nur bedingt reagiert.“ (Jan-Eric Frehe)
Was bleibt von Jan-Eric Frehes DM? Eine Menge. Neben einer Saisonbestzeit und einer Hallen-PB nimmt der Schützling von Lars Goldbeck den Beweis mentaler Resilienz und die endgültige Entwicklung zu einem Sprinter mit zwei Optionen mit. Alles das spiegelt sich in seiner persönlichen Bilanz: „Vor allem im Vergleich zu meinen Männer-DMs in 2025 bin ich relativ zufrieden. Ich konnte über 60 m zeigen, dass mich nur wenige Hundertstel vom Finale trennen und ich mich nicht verstecken muss. Über die 200 m habe ich mich gefreut, mit großem Q und Indoor-PB ins Finale einzuziehen. Für den Sommer nehme ich das Selbstvertrauen mit, sowohl die 100 als auch die 200 m als meine Hauptstrecke zu definieren.“
Hervorheben kann man Frehes Stärke, die den Winter prägende Diskrepanz zwischen tollen Trainingswerten und lediglich soliden Wettkämpfen zum Saisonhöhepunkt beiseitegeschoben und mit einem starken Doppel-Start ein Statement gesetzt zu haben.
Jakob Bruns tritt auf die Linie
Licht und Schatten erlebte auf den 200 m Jakob Bruns: 21,61 s wurden für ihn nach dem Vorlauf angezeigt, kurz darauf änderte sich der Status in DQ. Was war passiert? „Ich bin eingangs der Zielkurve etwas ins Straucheln geraten, weil ich einen Schritt gegen die Kurve gestellt habe. Als Konsequenz kamen dann die Schritte auf der Innenlinie“, musste der faire Athlet Bruns die Disqualifikation hinnehmen.
„Der Lauf hat mir gezeigt, was wieder möglich sein kann. Deshalb bin ich insgesamt doch sehr zufrieden mit den Deutschen.“ (Jakob Bruns)
Vor allem auf den ersten 100 m präsentierte sich der 24-Jährige indes sehr stark, sodass er sich in der Gesamtbilanz nicht grämen muss – vor allem mit Blick auf das kürzeste aller möglichen DM-Vorbereitungs-Intervalle mit lediglich einem 60- und einem 200 m-Start. „Der Lauf hat mir gezeigt, was wieder möglich sein kann. Deshalb bin ich insgesamt doch sehr zufrieden mit der Deutschen und blicke motiviert auf die Freiluft-Saison“, sagt Jakob Bruns folgerichtig.
Nils Hartleif nach hohem Pensum müde, aber dankbar
Nils Hartleif war zwar ein Stück von den Final-Tickets entfernt (21,92 s), überzeugte aber mit Kampfgeist und positiver Einstellung. „Ich bin mit dem Ergebnis nicht besonders zufrieden. Dennoch habe ich den Wettkampf sehr genossen – es ist etwas anderes, vor ausverkauftem Publikum zu laufen als bei kleinen Sportfesten“, verwies er auf die große Errungenschaft des DM-Starts.
„Ich brauchte dieses hohe Pensum, um den Respekt vor den 200 m endgültig zu verlieren. Davon abgesehen gehe ich mit einer Steigerung von einer halben Sekunde auf 21,61 s aus der Halle.“ (Nils Hartleif)
Beim achten 200 m-Lauf der Saison spürte Hartleif die Ermüdung der zurückliegenden Monate, was den Verlauf der Hallensaison aber keinesfalls in Frage stellt: „Ich brauchte dieses hohe Pensum, um den Respekt vor den 200 m endgültig zu verlieren. Davon abgesehen gehe ich mit einer Steigerung von einer halben Sekunde auf 21,61 s aus der Halle und nehme das sehr gerne mit für meine letzte Freiluft-Saison in der U23.“
Geschwächter Nils Bovekamp hält dagegen
Eine exponentielle Steigerungsrate verzeichnete in diesem Winter auch Nils Bovekamp, der sich in den zurückliegenden Monaten von 7,12 auf 6,80 s verbesserte. Dass er bei der DM etwas hinter den Vorwerten zurückblieb, ficht das nicht an, zumal der 19-Jährige geschwächt in das bisher größte Ereignis seiner Karriere ging: „Ich war die Woche vor den Meisterschaften krank und konnte nur bedingt trainieren. Umso mehr bin ich stolz darauf, wieder eine 6,80er-Zeit gelaufen zu sein“, ordnete er seine Leistung ein.
„Es war eine tolle Erfahrung, Teilnehmer zu sein. Nächstes Jahr werde ich nicht nur für den Vorlauf anreisen.“ (Nils Bovekamp)
Zwar war mit exakt 6,88 s nach dem Vorlauf Endstation für Nils Bovekamp, das Gesamterlebnis erste Aktiven-DM bleibt indes überwältigend: „Die Atmosphäre und das Feeling dort ist etwas ganz anderes. Es war eine tolle Erfahrung, Teilnehmer zu sein.“ Der Aufsteiger unter der jungen Sprint-Garde lässt eine Kampfansage folgen: „Nächstes Jahr werde ich nicht nur für den Vorlauf anreisen.“
Jule Glaßer nervenstark, Natalie Pisoke mutig
Im Stabhochsprung-Wettbewerb zeigte Jule Glaßer einmal mehr Nerven wie Drahtseile, als sie bei ihrer ersten Höhe (3,90 m) im dritten Versuch dem frühen Aus entging. Ähnlich wie bei einem Großteil der Wettkämpfe dieses Winters, gelang ihr indes nicht die befreiende Initialzündung, sodass bei der nächsten Höhe (4,00 m) Endstation war; auf Platz neun beendete Jule Glaßer den Wettkampf. Für die 22-Jährige bleibt dennoch die bei letzter Gelegenheit realisierte DM-Teilnahme der Lohn für beharrliche Arbeit.
Auf der 400 m-Distanz versuchte Natalie Pisoke, die hauchdünn ins Feld gerutscht war, mit der starken Konkurrenz Schritt zu halten. Dafür bezahlte sie auf der zweiten Runde, 57,07 s gingen in die Ergebnislisten ein. Vorzuwerfen hatte sich die 22-Jährige nichts.









