8,18 m: Luka Herden mit PB zur Hallen-WM-Norm

04.02.2026 | Beim internationalen Gorzow Jump Festival hat Luka Herden mit neuer persönlicher Bestweite von 8,18 m die Hallen-WM-Norm überboten.

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Luka Herden ist in Top-Form. © Axel Kohring

Weitspringer Luka Herden ist beim Jump Festival im polnischen Gorzów buchstäblich abgehoben: Mit einem Flug auf 8,18 m löschte er seine persönlichen Bestmarken (Halle: 7,73 m / Freiluft: 8,14 m) aus und übertraf die Vorgabe für die Hallen-WM in Torún (20.-22. März) um einen Zentimeter. Damit kann der 25-Jährige eineinhalb Jahre nach Platz acht bei der EM in Rom und ein halbes Jahr nach Bronze bei der Studierenden-WM erneut für ein Großereignis planen. Auch hinter die Norm für die Freiluft-EM in Birmingham setzte er einen Haken.

„Ich bin happy und überwältigt, es fühlt sich unreal an.“ (Luka Herden)

Am Tag nach dem Bilderbuch-Wettkampf, bei dem Herden drei acht Meter-Sprünge anbot, suchte der eloquente Athlet passende Worte: „Ich bin happy und überwältigt, es fühlt sich unreal an. Fakt ist, dass ich sehr gut in den Wettkampf gefunden und dann alles in den letzten Versuch gelegt habe“, sagt Luka Herden, der den Spanier Lester Lescay (8,03 m / PB: 8,35 m) distanzierte. Wie so oft packte Luka seine Trumpfkarte in Versuch sechs aus.

Ein Blick in die Statistiken zeigt die Qualität seines Sprungs: Erst vier Deutsche sind in der Halle jemals weiter gesprungen; in der Weltjahresbestenliste 2026 belegt Herden Rang fünf, wenige Zentimeter hinter dem griechischen Olympiasieger Miltiadis Tentoglou.

„Ich mag das Springen auf dem Steg und habe gespürt, dass ich Energie zurückbekomme. Ich hatte Glück, dass der Steg lang genug für meinen Anlauf war.“ (Luka Herden)

In Gorzów profitierte der schnellkräftige Athlet von der Anlage: Gesprungen wurde auf einer erhöhten Stegkonstruktion. „Ich mag das Springen auf dem Steg und habe gespürt, dass ich Energie zurückbekomme. Ich hatte Glück, dass der Steg lang genug für meinen Anlauf war – die meisten Athleten mussten ihren Anlauf verkürzen“, berichtet Luka Herden von Wohl und Wehe der Steg-Anlagen. In Gorzów hatten die Athleten maximal 42 m für ihren Anlauf zur Verfügung, was einen Großteil der Kontrahenten vor eine Herausforderung stellte.
Für den weiteren Saisonverlauf heißt es jetzt: den Schwung mitnehmen, verbliebene technische Reserven heben – denn die hat Luka Herden, man mag es kaum glauben, auch in Gorzów ausgemacht: „Technisch lief es besser als in Luxemburg, aber noch nicht perfekt – da haben wir noch Potenzial.“
Vielleicht noch wichtiger als der Blick auf die kommenden Wochen ist die mittelfristige Perspektive, die gen Birmingham weist; hier finden im August die Leichtathletik-Europameisterschaften statt. Da die laufende Hallensaison Teil des Nominierungszeitraums ist, hat Luka früh Planungssicherheit: Den EA Entry-Standard von 8,05 m hat er deutlich überboten.
Mit PB, Meeting-Rekord, Platz 5 der ewigen deutschen Indoor-Bestenliste, WM-Norm und EM-Norm kann man mit Fug und Recht feststellen: Die Reise nach Gorzów hat sich für Luka Herden gelohnt.