LG Brillux holt vier Mal Gold bei NRW-Jugendmeisterschaften

29.06.2022 | Für den LG Brillux-Nachwuchs jagt in diesen Wochen ein Höhepunkt den nächsten: zuletzt die NRW-Meisterschaften in Troisdorf. Starke Konkurrenz etwa aus Leverkusen, Köln oder Uerdingen/Dormagen forderte hier die Talente Westfalens.

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Zeitgleich fanden in Paderborn die westfälischen Blockmeisterschaften statt. Die beachtliche Ausbeute der LG Brillux: zehn Medaillen, darunter vier Mal Gold. Die Glanzpunkte setzten in der rechtsrheinischen Leichtathletik-Hochburg Troisdorf die U18-Athletinnen Laura Brandhofe (Weitsprung) und Pia Schlattmann (800 Meter), Stabhochsprung-Ass Finnja Freisfeld (U16) und die 4×100 Meter-Staffel der weiblichen U20. In Paderborn gefiel Niklas Frederik Workert (M14).

Laura Brandhofe reichen vier Sprünge für Gold, Finnja Freisfeld in spannendem Duell vorne

Laura Brandhofe reichten vier Sprünge, um die Konkurrenz sicher in Schach zu halten; den weitesten landete sie bei 5,66 Metern. „Laura hat einen super Wettkampf gemacht und ihre Leistungen der Vorwochen bestätigt. Durch den einsetzenden Regen musste sie den Wettkampf frühzeitig beenden“, so Trainerin Ronja Siekmann. Jetzt gilt es, in den ersten drei Ferienwochen Feinjustierungen im Hinblick auf die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm vorzunehmen. Die nationale Top 10 der U18-Weitspringerinnen liegt eng beisammen, Laura springt in der bisherigen Saison beständig mit Sicht auf die Medaillen.

Gewohnt konzentriert zeigte sich im Stabhochsprung Finnja Freisfeld. Rasch kanalisierte sich die Konkurrenz auf ein Duell zwischen Finnja und Carmen Antonia Stemmler (LG Wipperfürth), in dem neben Höhen auch Fehlversuche zählten. Bis einschließlich zur Sieghöhe von 3,30 Meter behielt Finnja ihre weiße Weste, während die Kontrahentin zwar höhengleich, aber mit einem Fehlversuch den Kürzeren zog. Beinahe hätte es für die junge Überfliegerin noch zu einer neuen persönlichen Bestleistung gereicht: „Finnja hat sich an den 3,40 Metern versucht und ist nur ganz knapp gescheitert – die Sprünge waren super“, bilanzierte Trainerin Silke Spiegelburg zufrieden.

Pia Schlattmann steigert sich weiter, 4×100 Meter-Staffel bestätigt JDM-Form

Auf den Mittelstrecken vertrat Pia Schlattmann die Farben der LG Brillux erfolgreich. Nach längerer Pause kommt Pia immer besser in Fahrt, in Troisdorf holte sie über die 800 Meter nicht nur souverän den Titel, sondern blieb in 2:14,37 Minuten auch deutlich unter der JDM-Norm. In Ulm kann sie jetzt zwischen den 800 und den 1500 Metern wählen.

Dass die Nachwuchs-Abteilung der LG Brillux auch als Team hervorragend funktioniert, stellte die 4×100 Meter-Staffel der weiblichen U20 unter Beweis: Guely Batantou, Ida Schwering, Laura Brandhofe und Liv Patterson sprinteten in 48,70 Sekunden zum NRW-Titel. Das Quartett verbesserte sich damit im Vergleich zur Vorwoche um über eine Sekunde – deutschlandweit sortiert sich die Staffel damit auf Platz neun der Jahresbestenliste ein, die JDM kann kommen.

U20: Liv Patterson (100 Meter) und Ida Schwering (Speer) holen Silber

Auch in der Einzelkonkurrenz der Sprints zeigte sich insbesondere Liv Patterson prächtig aufgelegt: In 12,58 Sekunden blieb sie nur eine Hundertstelsekunde über ihrer persönlichen Bestzeit – die Silbermedaille! Ida Schwering belegte ihm gleichen Lauf Rang vier (12,76 Sekunden), kurz zuvor hatte die vielseitige Athletin von Trainerin Klaudia Schönfeld ihren eigenen Silber-Moment: Idas Speer landete bei 35,02 Metern. Indes schrammte Trainings-Gefährtin Guely Batantou mit der 4kg-Kugel knapp an der Medaille vorbei, 10,32 Meter bedeuteten Rang vier.

In der männlichen U20 strahlte mit Patrick Biermann ein LG-Athlet, der im Herbst zu seinem Heimatverein Bayer Uerdingen-Dormagen zurückkehren wird. Mit Platz zwei über die 100 Meter (11,30 Sekunden) und Platz drei über die 200 Meter war er in Troisdorf der kompletteste Sprinter.

U18: Sarah Heger in Medaillennähe, Tim Gesterkamp mit muskulären Problemen

In der weiblichen U18 stellte Mehrkämpferin Sarah Heger im Hochsprung (1,53 Meter, Platz 4) und mit der Kugel (11,18 Meter, Platz 6) einmal mehr ihre Vielseitigkeit unter Beweis, während Tim Gesterkamp (100 Meter) in der männlichen U18 mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte (11,73 Sekunden Platz 6). Henrik Laufer schickte als Fünfter den Speer (47,34 Meter) in die Nähe seiner persönlichen Bestleistung.

U16: Stabhochspringer Justus Wehner holt Bronze

Auch bei den Jüngsten Meisterschafts-Teilnehmern gab es Grund zur Freude: Stabhochspringer Justus Wehner (M14) schwang sich über 2,55 Meter und damit zur Bronzemedaille. „Justus hat die schwierigen Rahmenbedingungen mit der Anreise früh am Morgen und zwischenzeitlicher Wettkampfunterbrechung toll gemeistert“, zollte Silke Spiegelburg ihrem jungen Schützling Anerkennung. Mia Helis belegte über die 80 Meter Hürden in 13,45 Sekunden Platz fünf.

Niklas Frederik Workert holt Bronze im Block Sprint/Sprung

Der Ferienbeginn und die parallelen NRW-Meisterschaften dezimierten am Sonntag das Team für die westfälischen Block-Meisterschaften. Mit Niklas Frederik Workert (M14) hatte die LG Brillux im Block Sprint/Sprung dennoch ein heißes Eisen im Feuer. Mit neuer persönlicher Bestleistung über die 80 Meter Hürden (13,26 Sekunden) und der zweitbesten Speerleistung der Konkurrenz (32,62 Meter) legte er das Fundament für die Bronze-Medaille. In der Summe der fünf Disziplinen verbuchte der junge Athlet von Trainerin Sina Heemsoth 2361 Punkte. Im großen Feld der W14 belegte Anna Schwanemeier ebenfalls im Block Sprint/Sprung Rang zwölf (2218 Punkte). Dabei verbuchte sie im Hochsprung eine neue Bestleistung (1,38 Meter).